Kurz erklärt:
- Hyperaktivität bei Katzen ist oft normal.
- Stress und Langeweile verstärken das Verhalten.
- Feste Spielzeiten und Routine können helfen.
Hyperaktive Katzen verhalten sich oft ganz normal. Wenn du aber Stress und Langeweile ausschließt, kann dein Stubentiger ruhiger und zufriedener sein.
Ist meine Katze hyperaktiv? So findest du es heraus!
Stell dir vor, du liegst abends entspannt auf der Couch – und plötzlich schießt deine Katze wie ein Wirbelwind durchs Wohnzimmer, springt aufs Sofa, rennt dann über den Küchentisch und wieder zurück! Klingt das bekannt? Das sind die berühmten „Zoomies“, diese verrückten zehn Minuten, die viele Katzen haben. Sie sind oft völlig normal. Aber was, wenn deine Katze dauerhaft aufgedreht ist? Hier schauen wir uns an, was hinter dieser Hyperaktivität steckt und wie du ihr helfen kannst, sich zu entspannen.
Warum ist meine Katze so aufgedreht?
Es gibt viele Gründe, warum Katzen hyperaktiv wirken können. Gerade junge Katzen und Kitten sind oft super aktiv – sie haben viel Energie und wollen die ganze Welt entdecken. Wenn deine Katze also wild herumrennt, ist das meistens nichts Besorgniserregendes. Aber manchmal kann es auch an Stress, Langeweile oder anderen Ursachen liegen.
- Kitten und junge Katzen sind oft sehr aktiv
Wenn deine Katze noch jung ist, wird sie viel herumtollen, springen und spielen. Kitten haben so viel Energie, dass sie manchmal den ganzen Tag in Bewegung sind – so trainieren sie ihre Muskeln und lernen alles über ihr Umfeld. Diese Phase dauert oft bis zum fünften Lebensmonat, dann wird es langsam ruhiger. - Stress und Überforderung können Hyperaktivität auslösen
Katzen sind sensible Tiere, die sich schnell gestresst fühlen können. Manchmal liegt das an anderen Haustieren, einem lauten Umfeld oder zu wenig Rückzugsmöglichkeiten. Wenn Katzen keinen Ort zum Entspannen finden, können sie rastlos werden und beginnen, sich durch hyperaktives Verhalten abzureagieren.
Tipp: Sorge für einen ruhigen Platz, an dem sich deine Katze zurückziehen kann, wenn sie ihre Ruhe will. Ein weiches Körbchen oder ein Versteck in einem ruhigen Zimmer kann da Wunder wirken.
Hyperaktivität bei Katzen ist oft normal, besonders bei jungen Katzen. Mit festen Spielzeiten, abwechslungsreichem Spielzeug und einem stressfreien Zuhause hilfst du deiner Katze, entspannter und ausgeglichener zu sein.
Wie kann ich meiner Katze helfen, sich zu entspannen?
Damit deine Katze ausgeglichener ist, helfen manchmal schon kleine Veränderungen im Alltag. Hier sind ein paar Tipps, wie du deiner Katze mehr Ruhe und Struktur geben kannst:
- Schaffe Routine mit festen Spielzeiten
Katzen lieben Routinen! Wenn du jeden Tag zur gleichen Zeit mit ihr spielst und Futter gibst, weiß deine Katze, was sie erwarten kann, und wird ruhiger. Versuche, feste Zeiten für Spiel und Ruhe einzuführen. So kann sie ihre Energie loswerden, wenn es Zeit dafür ist, und sich dann entspannen. - Biete viel Abwechslung beim Spielzeug
Wenn Katzen immer das gleiche Spielzeug haben, wird es irgendwann langweilig. Wechsle das Spielzeug ab und biete verschiedene Möglichkeiten an, wie Bälle, Tunnel oder Federspielzeuge. So kann deine Katze ihre Jagdfähigkeiten ausleben und hat genug Beschäftigung, um ihre Energie sinnvoll loszuwerden. - Achte auf gutes Futter
Manchmal kann auch das Futter eine Rolle spielen. Zucker oder Getreide im Futter können manche Katzen nervös machen. Probiere ein Futter ohne Zuckerzusätze und schau, ob deine Katze dann ruhiger wird. Ein artgerechtes, hochwertiges Futter kann manchmal einen großen Unterschied machen.
Wann solltest du dir Sorgen machen?
Manche Katzen sind einfach lebhaft – das gehört zu ihrem Charakter. Aber wenn deine Katze dauerhaft rastlos ist, ständig miaut oder ungewöhnlich aggressiv wird, könnte es auch an gesundheitlichen Problemen liegen. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann beispielsweise bei älteren Katzen Hyperaktivität auslösen. Auch seltene Erkrankungen wie das „Rolling Skin Syndrome“, bei dem die Katze extrem unruhig wird und zuckte, können dahinterstecken.
Falls deine Katze sich plötzlich verändert und unruhiger wird als sonst, ist ein Besuch beim Tierarzt sinnvoll. So kannst du sicher sein, dass keine gesundheitlichen Probleme die Ursache sind.
Was ist das Rolling Skin Syndrome
Das sogenannte „Rolling Skin Syndrome“ ist eine seltene Krankheit bei Katzen, die ziemlich erschreckende Symptome zeigt. Eine Katze mit diesem Syndrom kann plötzlich anfangen, sich hektisch am Rücken zu kratzen und zu lecken. Manchmal rollt sich die Haut am Rücken regelrecht hin und her, die Katze beißt sich in den Schwanz, rennt wie verrückt durchs Haus und miaut dabei laut. Während eines solchen Anfalls hat sie oft weit aufgerissene Pupillen und reagiert nicht, wenn du sie ansprichst – das kann wirklich beängstigend aussehen!
Es ist nicht immer leicht zu sagen, ob deine Katze an diesem Syndrom leidet. Ähnliche Symptome können auch auftreten, wenn die Katze zum Beispiel von Flöhen oder anderen Parasiten geplagt wird. Deshalb ist es auf jeden Fall eine gute Idee, mit ihr zum Tierarzt zu gehen und die Symptome abklären zu lassen. Übrigens: Siamkatzen sind häufiger betroffen als andere Rassen.



























