Kurz erklärt:
- Pföteln kann Aufmerksamkeit, Zuneigung oder Angst bedeuten.
- Achte auf die Körpersprache, um die Pfoten-Geste zu verstehen.
- Manchmal hilft Ignorieren, um aufdringliches Pföteln zu stoppen.
Versucht dein Hund dir mit der Pfote etwas zu sagen? Meistens steckt dahinter mehr als nur ein Trick. Wenn dein Hund dir ständig die Pfote auflegt, kann das viele Gründe haben: Aufmerksamkeit, Liebe, Sicherheit oder sogar Hunger. Hier erfährst du, was dein Hund dir mit dem „Pföteln“ sagen will – und wie du richtig darauf reagieren kannst.
Kommunikation auf vier Pfoten
Hunde können zwar nicht sprechen, aber sie haben ihre eigene Art, sich mitzuteilen. Sie bellen, winseln, knurren, drehen sich im Kreis und benutzen ihre Pfoten, um uns ihre Gefühle zu zeigen. Das „Pföteln“, also das Antippen mit der Pfote, ist dabei eine ihrer Lieblingsmethoden, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen. Aber was genau will dir dein Hund mit diesem Pfötchen sagen?
Die verschiedenen Kommunikationsarten:
- Bellen: Ein „Hallo“, eine Warnung oder ein Ruf nach Aufmerksamkeit.
- Winseln: Ein Zeichen von Unglück, Aufregung oder Nervosität.
- Knurren: Eine Warnung oder Ausdruck von Angst.
- Drehen im Kreis: Aufregung, Toilettenbedarf oder Stress.
Jede dieser Handlungen hat oft mehrere mögliche Bedeutungen. Deshalb ist es so wichtig, die Körpersprache deines Hundes genau zu beobachten, um seine Signale besser zu verstehen.
Warum gibt dein Hund ständig Pfote?
- Er möchte Aufmerksamkeit.
Manchmal will dein Hund einfach nur sicherstellen, dass du ihn nicht vergisst – besonders, wenn du im Homeoffice bist und er nicht versteht, warum du auf den Bildschirm starrst, statt mit ihm zu kuscheln. Ein kurzer Pfotenstupser heißt in diesem Fall oft: „Hey, hier bin ich!“ Wusstest du übrigens, dass Streicheleinheiten bei dir und deinem Hund das Kuschelhormon Oxytocin freisetzen? Dieses Hormon sorgt für das warme, angenehme Gefühl, das ihr beim Kuscheln empfindet. Falls du im Homeoffice also gestresst bist, kann eine kleine Streicheleinheit auch dich entspannen! - Er erinnert dich an die Fütterungs- oder Gassizeit
Hunde haben eine unglaublich gute innere Uhr und wissen genau, wann es Zeit für Futter oder einen Spaziergang ist. Wenn du einmal die Routine brichst, wird dein Hund das schnell bemerken – und dir vielleicht mit einem Pfotenstupser und einem kleinen Winseln signalisieren: „Hey, ist es nicht bald Zeit für unser Abendessen?“ Oder „Wann gehen wir endlich raus?“ - Er zeigt dir seine Liebe
Wenn du deinen Hund streichelst und er dir dabei die Pfote auflegt, ist das oft ein Liebesbeweis. Dein Hund zeigt dir, dass er dir vertraut und sich wohlfühlt. Manche Hunde legen dir die Pfote auch auf, um zu signalisieren: „Bitte nicht aufhören!“ - Er sucht Sicherheit
Auch die mutigsten Hunde haben manchmal Angst – zum Beispiel bei lauten Geräuschen oder Feuerwerk. In solchen Momenten kommt dein Hund vielleicht mit eingezogenem Schwanz zu dir, legt die Pfote auf dein Bein und bleibt nah bei dir. Er sucht deine Nähe und Zuwendung, um sich zu beruhigen. Achte dabei auf Anzeichen wie Zittern oder Sabbern. Wenn dein Hund so reagiert, hilf ihm durch sanfte Worte und ruhige Streicheleinheiten, sich wieder sicher zu fühlen. - Er bietet dir Trost an
Hunde sind sehr empathisch und spüren oft, wenn es uns nicht gut geht. Wenn dein Hund dir in traurigen Momenten seine Pfote auflegt, könnte das sein Weg sein, dir zu sagen: „Ich bin für dich da.“ Hunde verstehen viel über unsere Stimmung, und ihre Pfoten können Trost spenden, wenn sie merken, dass wir uns nicht gut fühlen.
Hund gibt ständig Pfote – Wenn es zu viel wird
Manchmal kann das „Pföteln“ aber auch etwas aufdringlich werden. Wenn dein Hund ständig versucht, deine Aufmerksamkeit zu gewinnen und dir immer wieder die Pfote auflegt, kann es sein, dass er gelernt hat, dass dieses Verhalten belohnt wird. Um ihm das abzugewöhnen, ist Konsequenz gefragt:
- Ignorieren, wenn es zu viel wird: Wenn dein Hund ständig Pfote gibt und du das Verhalten nicht fördern willst, versuche, es zu ignorieren. Wende dich ruhig ab und signalisiere ihm, dass es so keine Aufmerksamkeit gibt.
- Nicht immer belohnen: Falls dein Hund oft wegen Futter „pfotelt“, vermeide es, ihn dafür jedes Mal mit Snacks zu belohnen, sonst trainierst du ihn ungewollt darauf.
- Ablenkung durch Spielzeug: Gib ihm ein Spielzeug, um ihn zu beschäftigen und von dir abzulenken. So lernt er, sich selbst zu beschäftigen.
- Alle im Haushalt müssen mitmachen: Damit dein Hund nicht verwirrt ist, müssen alle im Haushalt das gleiche Verhalten zeigen und das ständige „Pföteln“ ignorieren, wenn es ungewollt ist.
Das „Pfoteln“ deines Hundes ist oft mehr als nur ein niedlicher Tick – es ist seine Art, dir etwas mitzuteilen. Ob Hunger, Angst oder der Wunsch nach Aufmerksamkeit: Wenn du auf das „Pfoteln“ deines Hundes achtest, verstehst du ihn besser und kannst eure Bindung noch intensiver gestalten.



























