Kurz erklärt:
- Warum hören Hunde besser auf Frauen? Frauen verwenden einen freundlicheren Ton.
- Was ist übertriebene Prosodie? Eine singende, kindliche Sprechweise.
- Hat Domestikation Einfluss? Ja, sie formte das Hörverhalten der Hunde.
Hunde reagieren oft besser auf Frauenstimmen. Der Grund dafür ist die Art, wie wir mit unseren Hunden sprechen – besonders Frauen setzen dabei auf einen bestimmten Tonfall, der den Vierbeinern gefällt.
Warum bevorzugen Hunde Frauenstimmen?
Hast du bemerkt, dass Hunde oft besser auf Frauen hören? Das liegt daran, dass Frauen häufiger eine besondere Sprechweise verwenden, die Hunde anspricht – den sogenannten «Singsang-Tonfall» oder übertriebene Prosodie. Dabei sprechen sie mit den Hunden ähnlich, wie man es mit Babys macht: langsam, betont und mit einer höheren Stimme. Diese Art zu reden zieht die Aufmerksamkeit der Hunde stärker auf sich.
Wie wurde das herausgefunden?
Forscher haben Hunde verschiedenen Sprachproben ausgesetzt – von Männern und Frauen, die mit Hunden, Babys oder Erwachsenen sprechen. Dabei wurden Hirnscans durchgeführt, um die Reaktionen zu messen. Das Ergebnis? Hunde reagierten besonders gut auf Frauenstimmen, die in einem spielerischen Tonfall gesprochen wurden. Frauen neigen dazu, Vokale stärker zu betonen und ihre Stimme in spielerischen Situationen anzuheben. Diese Art der Kommunikation wirkt auf Hunde einfach ansprechender.
Hat die Domestikation das Hörverhalten der Hunde verändert?
Interessanterweise hat sich diese Sensibilität für Frauenstimmen nicht zufällig entwickelt. Es scheint, dass die Domestikation, also die Anpassung der Hunde an ein Leben mit Menschen, dazu geführt hat, dass Hunde besser auf bestimmte Stimmen reagieren können. Die Hunde haben über die Zeit gelernt, auf den freundlichen Tonfall zu achten, der oft mit Belohnung oder Spiel verbunden ist. Diese Fähigkeit ist also nicht angeboren, sondern hat sich entwickelt, weil sie den Hunden im Zusammenleben mit uns Vorteile brachte.


























