Kurz erklärt:
- Monogamie hat historische Wurzeln und ist nicht immer selbstverständlich.
- Unser Gehirn beeinflusst, wie wir Partner attraktiv wahrnehmen.
- Treue kann aus emotionalen und sozialen Gründen entstehen.
Warum wir unseren Partner nicht betrügen
n unserer Gesellschaft wird uns von klein auf beigebracht, dass wir den «Einen» finden sollten – den perfekten Partner für unser Leben. Das klingt romantisch, aber es gibt mehr dazu, als du denkst. In einem Interview mit dem Anthropologen Kit Opie habe ich erfahren, dass Monogamie erst seit etwa 1000 Jahren existiert. Zuvor lebten die Menschen viel freier, was Beziehungen anging. Aber was hat sich geändert? Warum sind wir jetzt so darauf trainiert, monogam zu sein?
Eine interessante Studie von der University of Waterloo in Kanada behauptet, dass Monogamie als Antwort auf sexuell übertragbare Krankheiten entstand. Wenn du darüber nachdenkst, macht das Sinn. Viele von uns haben schon von den Gefahren gehört, die mit Fremdgehen verbunden sind.
Eine andere Studie von Psychologinnen der Rutgers University zeigt, dass unser Gehirn uns beeinflusst, wie wir andere Menschen wahrnehmen. In einem Experiment mussten Teilnehmer sich die Fotos von Personen merken, die angeblich ihre neuen Kollegen sein sollten. Die Überraschung? Wenn jemand in einer Beziehung war, schätzte er oder sie die anderen Personen oft als weniger attraktiv ein. Besonders wenn der «neue Kollege» als Single gekennzeichnet war. Das bedeutet, dass wir oft dazu neigen, unseren eigenen Partner als den attraktivsten wahrzunehmen – selbst wenn wir es nicht wollen!
Warum bleibt Treue bestehen?
Aber warum bleiben wir wirklich treu? Es gibt verschiedene Gründe, die über das Physische hinausgehen. Die emotionale Bindung spielt eine große Rolle. Auch beeinflussen soziale Normen unser Verhalten. Wir leben in einer Gesellschaft, die Loyalität schätzt. Menschen, die in glücklichen Beziehungen sind, tendieren dazu, ihren Partner nicht zu betrügen, weil sie die emotionale und soziale Unterstützung schätzen, die sie erhalten.
Die Psychologie hinter der Treue
Monogamie ist nicht nur eine gesellschaftliche Erwartung, sondern auch tief in uns verwurzelt. Es sind nicht nur äußere Faktoren, die uns daran hindern, untreu zu sein, sondern auch innere – unser Gehirn trickst uns aus, um die Attraktivität unseres Partners zu verstärken und uns an die Beziehung zu binden. Wenn du also das nächste Mal über Untreue nachdenkst, erinnere dich daran warum wir treu bleiben.



























