Kurz erklärt:
- Kranke oder tote Kitten werden aus Instinkt gefressen.
- Stress und Unerfahrenheit führen manchmal zum Verzehr.
- Hunger zwingt Mutterkatzen in der Natur zu diesem Verhalten.
Es klingt schockierend, aber manchmal fressen Katzenmütter ihre eigenen Babys. Dafür gibt es verschiedene Gründe, wie Instinkte, Hunger oder Krankheiten. Lass uns gemeinsam herausfinden, warum das passiert und wie du es verhindern kannst.
Der Überlebensinstinkt der Mutterkatze
Deine Katze hat gerade Nachwuchs bekommen. Die kleinen Kätzchen sind winzig und zuckersüß – und plötzlich verschwindet eines der Babys. Du findest es nicht im Nest, und irgendwann stellst du entsetzt fest, dass die Mutter es gefressen hat. Das ist ein schlimmer Anblick, aber es kommt vor – sogar in der Natur.
Katzenmütter haben einen starken Überlebensinstinkt. Wenn ein Kitten sehr krank, schwach oder bereits tot ist, wird die Mutter instinktiv handeln, um den Rest des Wurfs zu schützen. Mit ihrem scharfen Geruchssinn kann sie erkennen, ob ein Junges krank ist. Das Risiko von Infektionen ist hoch, wenn tote oder kranke Tiere im Nest bleiben. Deshalb kann die Mutter das tote Baby fressen, um Bakterien fernzuhalten und ihre gesunden Kitten zu schützen.
Hunger und Stress können eine Rolle spielen
In freier Wildbahn ist das Leben für Katzen härter als bei uns zu Hause. Wenn eine Katze unterernährt ist oder durch die Geburt viel Energie verloren hat, kann es vorkommen, dass sie eines ihrer Babys frisst, um dringend benötigte Nährstoffe aufzunehmen. Dieser „verzweifelte Akt“ dient dem Überleben der Mutter und der restlichen Kitten.
Es klingt grausam, aber in extremen Situationen muss die Natur ihre eigenen Regeln befolgen. Eine Katze kann bis zu drei Tage in den Wehen liegen – das ist eine enorme Belastung. Nach so einer Geburt braucht sie dringend Energie, und manchmal bleibt ihr keine andere Wahl.
Auch Stress ist ein häufiger Grund. Wenn die Mutterkatze durch zu viele Störungen oder laute Geräusche nervös wird, kann sie das Verhalten zeigen. Besonders bei unerfahrenen Katzen, die zum ersten Mal Junge bekommen, kann es passieren, dass sie nicht wissen, wie sie mit einem Kitten umgehen sollen. Manchmal wird das Baby versehentlich verletzt und dann gefressen.
Geruchsveränderungen und Missverständnisse
Manchmal reicht eine einfache Berührung, um den Geruch eines Kittens zu verändern. Wenn Menschen das Kitten anfassen, kann sich sein Geruch verändern, was die Mutter als Bedrohung wahrnimmt. Sie erkennt ihr eigenes Baby nicht mehr und reagiert aus Instinkt. Das ist einer der Gründe, warum man frischgeborene Kätzchen möglichst nicht anfassen sollte.
Interessanterweise zeigen männliche Katzen ein anderes Verhalten. Sie kümmern sich nicht um die Kitten, sondern sind eher darauf bedacht, ihr Revier zu verteidigen. Es kommt aber vor, dass Kater Kitten töten, um die Mutterkatze wieder paarungsbereit zu machen. Dabei geht es weniger um den Nachwuchs, sondern mehr um ihre eigenen Fortpflanzungsziele.
Wie du helfen kannst, solche Vorfälle zu verhindern
Es gibt ein paar Dinge, die du tun kannst, um das Risiko zu minimieren, dass eine Mutterkatze ihre eigenen Kitten frisst:
- Schaffe eine ruhige Umgebung: Ein ruhiger, störungsfreier Ort für die Geburt und die ersten Wochen ist sehr wichtig. Das hilft der Mutter, sich sicher und entspannt zu fühlen.
- Gute Ernährung sicherstellen: Achte darauf, dass die Mutterkatze vor und nach der Geburt gut ernährt ist. So hat sie genug Energie, um sich um ihre Kitten zu kümmern.
- Wenig menschlicher Kontakt: In den ersten Tagen nach der Geburt sollte der Kontakt mit den Kitten möglichst gering gehalten werden, um Stress zu vermeiden und Geruchsveränderungen zu verhindern.
Natürliche Instinkte verstehen und Risiken minimieren
Auch wenn es für uns Menschen schwer zu verstehen ist, folgt das Verhalten einer Katze oft den Regeln der Natur. Kranke oder tote Kitten können eine Gefahr für den Wurf darstellen, weshalb die Mutter handelt, um ihre anderen Babys zu schützen. Mit der richtigen Pflege und einem ruhigen Umfeld kannst du dazu beitragen, solche Vorfälle zu vermeiden und der Katzenmutter die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aufzucht bieten.



























