Kurz erklärt:
- Studie: Forscher untersuchen Sexualpartner bei Menschen der Boomer-Generation.
- Ergebnisse: Männer haben im Schnitt mehr Partner als Frauen.
- Einflüsse: Ethnie, Einkommen und Aktivität beeinflussen die Partnerzahl.
Liebesleben ab 50: Wie viele Partner sind normal?
Das Liebesleben der Generation 50plus wurde bisher in der Forschung wenig untersucht. Eine britische Studie hat jedoch interessante Ergebnisse über die Anzahl der Liebespartner in dieser Altersgruppe geliefert. Forscher haben Daten der «English Longitudinal Study of Ageing» analysiert, die seit 2002 die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen ab 50 verfolgt. Dabei gaben rund 6.921 Teilnehmer ihre Anzahl an bisherigen Liebespartnern an.
Unterschiede zwischen Männern und Frauen
Die Studie zeigte, dass Männer im Durchschnitt mehr Partner hatten als Frauen. Etwa 40 % der Männer und 24 % der Frauen gaben an, mindestens fünf Partner gehabt zu haben. Außerdem hatten 20 % der Männer zehn oder mehr Partner, während dies bei nur 8,5 % der Frauen der Fall war. Dies spiegelt das bekannte Muster wider, dass Männer häufiger von mehr Partnern berichten als Frauen.
Einfluss von Ethnie und Einkommen
Interessanterweise hatten weiße Frauen und sportlich aktive Frauen im Schnitt mehr Partner. Bei den Männern hatten sowohl Menschen mit niedrigem als auch mit hohem Einkommen mehr Partner. Auch bisexuelle Frauen und schwule Männer gaben an, mehr Partner zu haben.
Warum Männer mehr Partner haben
Forscher erklären die Unterschiede damit, dass Männer oft offener über ihre Eroberungen sprechen und biologisch einen höheren Sexualtrieb haben. Zudem kann der gesellschaftliche Druck auf Frauen, «treu» zu sein, eine Rolle spielen. Warum jedoch weiße Frauen mehr Partner hatten, ist noch unklar.
Diese Erkenntnisse geben erstmals einen tiefen Einblick in das Liebesleben von Menschen ab 50 und zeigen, wie vielfältig Beziehungen und Sexualität auch im höheren Alter sein können.



























