Kurz erklärt:
- Parvovirus ist für Hunde gefährlich, egal in welchem Alter.
- Hygiene hilft, das Risiko zu minimieren.
- Bei Symptomen wie Erbrechen, blutiger Stuhl oder Durchfall sofort zum Tierarzt.
Du denkst, nur Welpen sind vom Parvovirus betroffen? Dann habe ich hier einen wichtigen Hinweis für dich: Das Parvovirus kann auch erwachsene Hunde befallen, vor allem, wenn sie nicht ausreichend geimpft sind oder ein geschwächtes Immunsystem haben. Dein Hund ist also möglicherweise gefährdet, wenn er zu wenig Schutz hat! In diesem Artikel erfährst du, wie du deinen Hund vor dem Parvovirus schützen kannst, welche Symptome auf eine Infektion hinweisen und wann du besser zum Tierarzt gehst.
Was ist Parvovirus und warum ist es so gefährlich?
Das Parvovirus ist ein besonders widerstandsfähiges Virus, das eine schwere Magen-Darm-Infektion bei Hunden auslöst. Es greift den Dünndarm und das Immunsystem an, was bei Hunden zu starkem Erbrechen, Durchfall und in schlimmen Fällen sogar zu Blutvergiftungen führen kann. Das Virus kann monatelang auf Oberflächen überleben – also auf Böden, in Parks oder sogar an deinen Schuhen, wenn du draußen warst und dann nach Hause kommst. Ja, der kleine Virus kann wirklich hartnäckig sein!
Wie steckt sich dein Hund an?
Die Ansteckung mit dem Parvovirus erfolgt meistens über den Kot infizierter Hunde. Das bedeutet: Wenn dein Hund in einem Park herumstöbert, wo ein anderer Hund sein „Geschäft“ hinterlassen hat, kann er sich anstecken. Das Virus kommt auch über deine Kleidung oder Schuhe in den Haushalt. Besonders gefährlich ist es, wenn dein Hund das Virus über seine Schnauze aufnimmt oder seine Pfoten ableckt, nachdem er auf kontaminierten Flächen unterwegs war.
Wie du deinen Hund vor Parvovirus schützen kannst
Es gibt gute Nachrichten! Mit der richtigen Vorbereitung und etwas Vorsicht kannst du das Risiko für deinen Hund stark verringern:
- Impfschutz: Der wichtigste Schritt ist die Impfung. Hunde sollten schon als Welpen geimpft werden, aber auch erwachsene Hunde brauchen regelmäßige Auffrischungsimpfungen. Auch wenn die Impfung keinen 100%igen Schutz garantiert, verringert sie das Risiko und mildert die Schwere einer möglichen Infektion.
- Hygiene und Vorsicht draußen: Wenn dein Hund gern schnuppert, dann ist das natürlich in Ordnung – aber in Gebieten, wo viele Hunde unterwegs sind, ist etwas Vorsicht angebracht. Achte auf Plätze, die von Hundeschulen oder Hundeparks genutzt werden, da dort das Risiko höher sein kann.
- Regelmäßige Tierarztbesuche: Manche Hunde entwickeln mit der Zeit eine natürliche Immunität. Ein Titer-Test beim Tierarzt kann helfen zu überprüfen, ob dein Hund noch ausreichend Schutz hat oder eine Auffrischung braucht.
Was tun, wenn dein Hund Symptome zeigt?
Die Symptome einer Parvovirus-Infektion können schnell ernst werden. Dein Hund verliert oft schnell an Energie, verweigert das Futter und zeigt womöglich Symptome wie:
- Erbrechen und starken Durchfall (oft blutig)
- Fieber
- Appetitlosigkeit und Apathie
Diese Symptome klingen zwar unangenehm, können aber bei Hunden zu ernsthaften Problemen führen, wenn sie unbehandelt bleiben. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust drohen deinem Hund Kreislaufprobleme, und die Blutgefäße im Darm können geschädigt werden, was das Risiko einer Sepsis (Blutvergiftung) erhöht. Wenn dein Hund diese Anzeichen zeigt, geh bitte so schnell wie möglich zum Tierarzt.
Kannst du Parvovirus verhindern?
Das Virus komplett zu vermeiden ist fast unmöglich – aber du kannst das Risiko deutlich senken. Neben der Impfung ist eine gute Hygiene das A und O. Reinige regelmäßig die Näpfe, Spielsachen und den Schlafplatz deines Hundes. Vermeide den Kontakt mit Hunden, die möglicherweise infiziert sein könnten, und achte darauf, dass dein Hund seine Schnauze nicht an unbekannte oder unsaubere Stellen steckt.
Das Parvovirus ist ernst zu nehmen und kann deinem Hund gefährlich werden. Mit der richtigen Vorsorge und etwas Aufmerksamkeit bist du jedoch gut vorbereitet, um deinen Liebling zu schützen und die Gefahr zu minimieren!


























