Kurz erklärt:
- Meerschweinchen brauchen viel Heu und frisches Gemüse.
- Fertigfutter kann Zahn- und Verdauungsprobleme verursachen.
- Keine plötzliche Futterumstellung, immer langsam gewöhnen.
Meerschweinchen brauchen Heu, frisches Gemüse und Wasser – aber kein Getreide oder kalorienreiche Snacks! So sorgst du dafür, dass dein Meerschweinchen fit bleibt.
Wer ein Meerschweinchen als Haustier hat, kennt die Begeisterung, mit der diese kleinen Fellknäuel fressen. Aber wie bei uns Menschen gilt auch für Meerschweinchen: Nicht alles, was lecker ist, ist auch gut für sie. Mit der richtigen Fütterung kannst du deinem Meerschweinchen viel Freude und Gesundheit schenken. Hier erfährst du, worauf du achten solltest, damit dein Meerschweinchen artgerecht und gesund ernährt wird.
Was gehört auf den Speiseplan deines Meerschweinchens
Das A und O der Meerschweinchen-Ernährung ist Heu! Es liefert wichtige Ballaststoffe und hält die Zähne gesund. Meerschweinchen sind Pflanzenfresser und brauchen viel Rohfaser – daher sollte frisches Heu immer verfügbar sein. Genauso wichtig ist frisches Wasser.
Heu und frisches Gemüse für die tägliche Ernährung
Eine gute Meerschweinchen-Ernährung besteht vor allem aus Heu und frischem Gemüse. Heu fördert die Verdauung und sorgt für eine natürliche Abnutzung der Zähne, die bei Meerschweinchen ständig wachsen. Ohne ausreichend Heu können die Zähne zu lang werden und das Fressen schmerzhaft machen. Zu den besten Gemüsesorten zählen:
- Paprika und Karotten (für Vitamin C)
- Endiviensalat, Kohlrabiblätter und Sellerie
- Gurke und Zucchini
Tipp: Meerschweinchen sollten Paprika essen – ein perfekter Vitamin-C-Lieferant, da Meerschweinchen das Vitamin nicht selbst herstellen können.
Vorsicht vor Fertigfutter und Getreide
Auch wenn viele Futtermittel im Handel Getreide enthalten, gehören Körner wie Hafer oder Weizen nicht in die Schüssel deines Meerschweinchens. Diese Zutaten können zu Zahnproblemen und Verdauungsstörungen führen. Da Meerschweinchen von Natur aus keine Getreidefresser sind, macht das Getreide sie schnell satt, und sie fressen nicht mehr genug Heu.
Wie sieht eine artgerechte Ernährung aus?
Neben Heu und Gemüse können kleine Snacks in Form von Obst ab und zu eine Freude bereiten. Aber Vorsicht: Obst hat viel Zucker und sollte nur in Maßen gefüttert werden.
Geeignete Obstsorten für Meerschweinchen:
- Apfel (ohne Kerne),
- Birne,
- ein paar Beeren wie Heidelbeeren oder Erdbeeren.
Tipp: Mach das Obst zu einem besonderen Snack, den du nur ab und zu gibst – so bleibt er etwas Besonderes.
Fehler vermeiden: Was Meerschweinchen nicht fressen sollten
Nicht alles Grünzeug ist gut für dein Meerschweinchen. Vermeide auf jeden Fall Nahrungsmittel wie:
- Eisbergsalat – wenig Nährstoffe und oft Pestizide
- Zwiebeln und Knoblauch – sie sind giftig für Meerschweinchen
- Kohlsorten wie Brokkoli oder Blumenkohl – sie verursachen Blähungen
Auch kalziumreiches Gemüse wie Petersilie und Löwenzahn nur in kleinen Mengen geben – zu viel Kalzium kann zu Blasensteinen führen.
Langsame Futterumstellung für empfindliche Mägen
Wenn du die Ernährung deines Meerschweinchens umstellen willst, mach das bitte schrittweise. Meerschweinchen haben sehr empfindliche Verdauungsorgane. Plötzliche Futterwechsel können zu Durchfall oder anderen Magen-Darm-Problemen führen. Starte also mit kleinen Mengen und beobachte, ob es das neue Futter gut verträgt.
Wichtiger Tipp: Meerschweinchen brauchen eine gleichmäßige Nahrungsaufnahme. Ihr Magen ist ein sogenannter „Stopfmagen“ – die Nahrung wandert nur weiter, wenn sie immer wieder frisches Futter bekommen.
Die ideale Ernährung für dein Meerschweinchen
Eine gesunde Ernährung ist für Meerschweinchen wichtig. Halte dich an Heu, Wasser, frisches Gemüse und nur gelegentlich ein bisschen Obst. Verzichte auf Fertigfutter mit Getreide und sorge für Abwechslung im Gemüsesortiment. So bleibt dein Meerschweinchen fit und gesund!


























